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	<description>Alles für den gesunden Hund</description>
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	<title>HealthyDog</title>
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		<title>Fördern aber nicht überfordern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra Schultheiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Feb 2024 15:14:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Oft erlebe ich bei meinen neuen Trainingskunden eine grosse Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung seitens Hundehalter an den Hund und effektives Können vom Hund. Dieser Spagat zwischen Können und «Sollte er doch schon können» wird aufgefüllt mit viel Frust auf beiden Seiten. Erfahre hier, wie du das ändern kannst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wp.healthydog.ch/foerdern-aber-nicht-ueberfordern/">Fördern aber nicht überfordern</a> erschien zuerst auf <a href="https://wp.healthydog.ch">HealthyDog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Oft erlebe ich bei meinen neuen Trainingskunden eine grosse Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung seitens Hundehalter an den Hund und effektives Können vom Hund. Dieser Spagat zwischen Können und «Sollte er doch schon können» wird aufgefüllt mit viel Frust auf beiden Seiten. Hält diese Art der Beziehung und ein solches Zusammenleben längere Zeit so an, ist das für den Hund, wie auch für den Menschen enorm stressig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist es eine Herzensangelegenheit in diesem Thema mehr aufzuklären, denn wo mehr Wissen ist, ist auch automatisch mehr Verständnis und somit weniger Druck und Stress für unsere Hunde. Uns Menschen ist oft nicht bewusst, wie und was der Hund wann lernt und abspeichern kann. Wir denken, dass wenn wir dem Hund im Wohnzimmer auf dem Teppich Sitz beibringen, dann kann er draussen im Rasen mit 4 anderen Hunden in der Hundeschule natürlich sitzen, wenn nicht gleich für 1 Minute sitzen bleiben – er hat ja gelernt, was Sitz ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist das so nicht richtig. Wenn wir Menschen aber genau davon ausgehen, dass so bald unser Hund ein paar Mal seinen Popo im richtigen Moment auf den Boden setzen konnte, er das Sitz nun kann, dann steigt unsere Erwartungshaltung an den Hund. Gelernt ist doch gelernt, oder? Und wenn er es dann mal nicht macht, wie beispielsweise in der Hundeschule, dann ist das wohl Ungehorsam! Genau jetzt, so ein Frust. Also sagen wir das Sitz mit mehr Nachdruck, mit einem gewissen Unterton, lauter werdend bis hin zu auf den Rücken tippen, Popo nach unten schiebend. «Hallooo Hundi, mach doch jetzt endlich Sitz!» Halte mal kurz inne… Was sind die Emotionen, die in dieser Situation mitschwingen? Frustration, Stress, Verstimmung, bisschen Scham vielleicht? Wollen wir Hundi mal fragen, wie es ihm dabei geht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tauchen wir kurz und knackig in die Lerntheorie ein: wie lernen den unsere Lieblinge am besten? Zum einen ist es wichtig zu wissen, dass jeder Hund seine ganz individuelle Art hat, wie er am liebsten und besten lernt und man unbedingt darauf eingehen sollte, um das Lernen sich selbst und seinem Hund möglichst leicht und spassig zu gestalten. Neben dieser Tatsache lernen Hunde generell am besten kleinschrittig, spielerisch, über Generalisierung, über Verknüpfungen und vorwiegend in Bildern. Hilfestellungen, viele Wiederholungen und sich dabei wohl fühlen, ist ein absolutes Muss. Ich wiederhole: ein absolutes Muss. Oder wie gut lernst du selbst unter Anspannung und Druck?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begriffserklärung anhand unseres obengenannten Beispiels:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lernen über Generalisierung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet der Hund hat gelernt, egal wann, wo, und was um ihn herum geschieht, zu sitzen, wenn er das Signal Sitz hört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konnte der Hund das Signal Sitz noch nicht generalisieren, kann er es unmöglich im oben genannten Beispiel zeigen. Das hat nichts mit Ungehorsam zu tun. Ist das nicht eine erleichternde Nachricht? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60a.png" alt="😊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Lernen über Verknüpfungen / Kontext:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hund verknüpft Ereignisse, die innerhalb Sekunden voneinander auftreten, miteinander. Ebenfalls verknüpft er wie er sich dabei gerade fühlt. Angewandt auf unser Beispiel, bedeutet das:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hundi lernt im Wohnzimmer auf dem Teppich Sitz:<br>Er verknüpft das Wort Sitz mit dem Hinsetzen seines Popo’s, auf dem Teppich, drinnen, während er ein angenehmes Gefühl empfindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hundi soll draussen im Rasen mit 4 anderen Hunden in der Hundeschule sitzen:<br>Fragezeichen. Grillen zirpen… logisch! Plötzlich sind wir nicht mehr auf einem Teppich, sondern auf dem Rasen, draussen, dann noch andere Hunde, es ist hektisch, die Hundemama ist unentspannt, gar gefrustet, ein unangenehmes Gefühl ist wahrnehmbar…<br>Selbstverständlich kann dein Hund keinen Bezug mehr zum Sitz herstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass unser Liebling auf vier Pfoten gar nicht so anders ist, wie wir es uns beim Lernen auch würden wünschen, ist vielen zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Denn wer lernt gern etwas Neues, oder beseitigt seine Unsicherheiten gerne, wenn zu viel gefordert wird? Denk einmal an deine Schulzeit zurück. Hättest du dir dort eine Lehrerin oder einen Lehrer gewünscht, die oder der einfühlsam dir Neues beibringt, geduldig und mit positiver Bestärkung, Absicherungen, Mut fördernd, einfach mal auszuprobieren, etc.? Oder lieber dann doch das härtere Modell, das mit Druck arbeitet, mit genervt sein, Stimmlage in einem scharfen Ton und stets von dir verlangt, dass du bereits etwas leistest, dass du gar noch nicht gelernt hast?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wähle garantiert die erste Art von Lehrer, für mein Kind, wie auch für mich, würde ich nochmals zurück in die Schule gehen. Wieso verlangen und erwarten wir dann von unseren Hunden, Verhaltensweisen, welche er noch nicht gelernt hat? Gezeigt bekommen hat? Oder schon ein paar Mal gezeigt bekommen hat, aber in einem völlig anderen Kontext, viel einfacher, viel weniger Reize, usw. Dann sind wir frustriert, weil er es nicht gleich ausführt, und werden mit unserer Stimmlage schärfer oder üben körperlichen Druck aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es macht so viel mehr Sinn, wenn man diese Negativspirale durchbricht und nochmals neu startet mit seinem Hund. Arbeite an der Grenze deines Hundes und nicht darüber hinaus. Wie erkennst du die Grenze? Da wo dein Hund sich noch nicht überlegen muss, ob er das nun machen soll oder nicht. Dort das Gelernte absichern und ein positives Gefühl schaffen. Mit verbalem Lob, Futter wie zum Beispiel <a href="/produkt-kategorie/hundefutter/leckerlis/">die beliebten Snacks</a> von Canadoo oder <a href="/produkt/dr-clauders-workout-paste-fuer-hunde/">Hundepaste</a> oder <a href="/produkt-kategorie/zuhause/spielsachen/">Spielzeug</a> arbeiten, sodass sich der Hund wohl fühlt, Selbstvertrauen stärken kann und sich dank dir so absichern darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann einen nächsten Schritt ausprobieren. Kommt der Hund nach sehr kurzem Zögern oder sofort, war das eine perfekte Erwartungshaltung und Förderung. Zögert er länger als ein, zwei Sekunden wolltest du wieder zu schnell zu viel. Kein Problem, wenn du es so schnell bemerkst: einfach wieder umswitchen auf die einfachere Lernstufe und dort nochmals absichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hund auch immer wieder lösen aus der Situation und in Bewegung kommen lassen, sei das hin und her rennen, mit einem Spielzeug spielen, Futter auf Wiese streuen oder bei ganz zaghaften Charakteren ist es auch schon schön einfach langgezogene Streicheleinheiten zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wieder an die Situation ranführen und nochmals auf der Lernstufe arbeiten, wo ihr vorher wart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du wirst ab nun wieder Erfolge verbuchen können und keinen Frust empfinden oder auslösen bei deinem Liebling. Durchbreche diese Negativspirale und es wird wieder so viel mehr Freude machen. Gleichzeitig hilfst du deinem Hund sich zu einem selbstbewussten Wesen zu entwickeln. Gibt es etwas Schöneres?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oftmals ist auch das Problem, dass man sich als Hundehalter gar nicht bewusst ist, dass man gerade seinen Hund überfordert. Zugegeben, es ist ein schmaler Grat von fördern, aber nicht überfordern. Dabei spielt auch eine grosse Rolle, dass man die Körpersprache des Hundes lesen kann. Dazu gibt es bald unser Online Webinar Körpersprache. Gerne kannst du dich bei Interesse melden über das <a href="/kontakt/">Kontaktformular</a>. Auch der Blog <a href="/angst-beim-hund-ignorieren/">«Angst beim Hund ignorieren?» </a>wird spannend für dich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du wirst nun schneller, einfacher und vor allem viel schöner zum Ziel kommen als bis anhin – versprochen! Denn wie ich immer sage:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Hund entscheidet das Tempo, wir entscheiden das Ziel.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe, Sandra</p>
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		<title>Angst beim Hund ignorieren?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra Schultheiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 07:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder stosse ich in meinen Trainings auf den verbreiteten Mythos, dass man einen ängstlichen Hund besser ignorieren sollte, sodass man seine Angst nicht verstärkt. Um das gleich vorneweg zu nehmen: Nein, das stimmt nicht!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wp.healthydog.ch/angst-beim-hund-ignorieren/">Angst beim Hund ignorieren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://wp.healthydog.ch">HealthyDog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder stosse ich in meinen Trainings auf den verbreiteten Mythos, dass man einen ängstlichen Hund besser ignorieren sollte, sodass man seine Angst nicht verstärkt. Um das gleich vorneweg zu nehmen: Nein, das stimmt nicht!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weshalb erfährst du hier:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Hund ist ein hochsoziales Lebewesen, wie die meisten von uns auch. Nehmen wir mal ein menschenbezogenes Beispiel, um es dir besser zu erklären. Jeder von uns hat vor mindestens etwas Angst. Sagen wir, du hast eine Spinnenphobie. Wir sind in einem Zimmer, ganz entspannt, nichts ahnend, wir haben gute Laune. Doch plötzlich erstarrst du. Mit zittrigem Finger zeigst du auf die Wand direkt neben der Tür gegenüber von dir und stotterst «Spinne…da!»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Okay, das ist unsere Ausgangsposition. Was würdest du dir jetzt von mir wünschen? Soll ich dich einfach ignorieren, als wärst du oder deine Angst nicht hier? Als hättest du nichts gesagt? Oder möchtest du, dass ich auf dich eingehe?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich eher empathisch veranlagt bin, du hast Glück, werde ich dich nicht einfach ignorieren. Ich kann zum Beispiel mit meiner Stimme beruhigend auf dich eingehen. Ich könnte mich auch beschützend vor dich stellen. Dich umarmen, wenn du das möchtest. Ich könnte dir helfen aus dem Zimmer zu gehen und dir dadurch mehr Distanz zu der Spinne verschaffen. Oder ich könnte die Spinne für dich aus dem Zimmer bringen. Wie auch immer, ich gehe auf alle Fälle auf deine Angst ein, sie wird nicht eiskalt ignoriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verstärkt sich dadurch deine Angst? Oder empfindest du eine Erleichterung, eine Verminderung deiner Angst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wäre nun, wenn ich selbst auch panische Angst vor Spinnen hätte. Da stecken wir nun beide zusammen in diesem Zimmer fest, wo diese schreckliche Spinne genau bei der Türe ist und weder der eine noch der andere kann dem anderen helfen. Dann ist es sehr gut möglich, dass wir uns gemeinsam noch tiefer in der Angst verfangen. Das hilft also nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen in diesen Momenten, wenn uns der eigene Mut gerade fehlt, jemand Starkes neben uns der uns da durch begleitet, uns hilft, dass wir uns wieder besser fühlen können. Sei es mit einem Gespräch, mit Nähe, mit Schutz geben, mit Begleitung oder mit mehr Distanz zum Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, (fast) genauso verhält es sich bei unseren Hunden. Sie brauchen uns dringlichst in solchen Momenten. Den ohne uns haben sie niemanden, der ihnen hilft. Es ist unsere Aufgabe, nein unsere Verpflichtung, die Angst unserer Hunde ernst zu nehmen und darauf richtig einzugehen. Angst ist eine Emotion und schützt vor Gefahren, was wir alle tunlichst vermeiden möchten. Daher sagt sich weder der Mensch noch der Hund, «Oooh ich vermisse es Angst zu haben, wann ist es endlich wieder soweit ?» Also können wir auch unmöglich die Angst verstärken, gar konditionieren, sodass sich der Hund gerne wieder in dieses Gefühl begibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie siehst du, dass dein Hund ängstlich ist? (Davon müssen nicht alle Zeichen zutreffen, um als ängstlich zu gelten, genauso ist die Auflistung nicht abgeschlossen)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Geduckte Körperhaltung, der Hund macht sich kleiner als er ist</li>



<li>Körperschwerpunkt nach hinten verlagert</li>



<li>Sich hinlegen</li>



<li>Gesenkte oder eingezogene Rute</li>



<li>Angelegte, nach hinten gezogenen Ohren</li>



<li>Ist zögerlich oder wird sogar starr (Freeze aus den 4’Fs)</li>



<li>Er läuft weg (Flight aus den 4 F’s)</li>



<li>Er versteckt sich</li>



<li>Zuckt vor Dingen zurück</li>



<li>Er kann keine Leckerlis mehr fressen, welche er sonst gerne nimmt</li>



<li>Zittern</li>



<li>Stresshecheln</li>



<li>Schuppen am Rücken</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zu unterscheiden ist auch, wann, wieso, wie stark und wie oft dein Hund ängstlich ist. Da gibt es Barometer wie scheu, ängstlich, konkrete Angst vor Dingen, sowie Phobien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist dein Hund bei vielem ängstlich, oder hat eine starke Angst vor einem gewissen Reiz oder gar eine Phobie solltest du unbedingt einen Verhaltenstherapeut/in dazu ziehen. Genetik, negative Erlebnisse bis hin zu Traumata entscheiden darüber, wie tief die Angst sitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausserdem können Schmerzen im Körper auch vermehrt Ängste auslösen, deshalb ist es sehr wichtig, dir, beziehungsweise deinem Hund, Hilfe zu holen. Er wird es dir danken und deinen Alltag wird es auch vereinfachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie können wir nun angemessen reagieren?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Atme tief durch und lasse dich nicht mitreissen, auch wenn dir dein Hund in diesem Moment natürlich leidtut und es weh macht ihn so zu sehen. Du solltest jetzt unbedingt den Gegenpart übernehmen und viel Ruhe und Entspannung ausstrahlen. Das spürt dein Hund und so verschlimmert sich mindestens die Lage nicht noch zusätzlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bedränge ihn nicht, nicht jeder Hund wünscht in einem solchen Moment Nähe und kann sogar schnappen vor lauter Angst. Die Hunde, die generell sehr verschmust sind, könnten es in diesem Moment dankend annehmen. Schau, wie dein Hund reagiert und passe den Körperkontakt, oder eben keinen nach seinen Wünschen an. Im Hundesitting hatte ich eine Hündin, die manchmal bei mir in den Ferien war und wenn es gewitterte, ist sie auf der Couch fast in mich hineingekrochen, da war der Fall dann sehr eindeutig, dass sie bitte Körpernähe möchte in dieser Situation. Für die, welche keinen Körperkontakt möchten, gibt es auch zB. Thundershirts, <a href="/produkt/relaxopet-easy-tierentspannungs-trainer/">Relaxopet</a> helfen auch, <a href="/produkt/sparrow-pet-hanfoel-595-mit-cbd/">Hanföl</a> und vieles mehr. Sehr gerne beraten wir dich in unserer Boutique in Adliswil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lasse deinen Hund entscheiden, wo er sich gerade am liebsten aufhalten möchte. Viele Hunde, gerade bei Gewitter, gehen gerne ins Bad. Das liegt daran, dass die statische Elektrizität in der Atmosphäre bei einem Gewitter steigt. Forscher nehmen an, dass die aufgeladene Luft bei Hunden zu schmerzhaften Schlägen führen können, wodurch sich die Angst noch verschlimmert. Die Zuflucht im Bad hilft dagegen, da die Rohrleitungen dort geerdet sind. Es gibt antistatische Tücher, die dagegen helfen können. Richte es deinem Hund im Bad ein bisschen gemütlich ein und achte, dass er auch einen Wassernapf dort haben kann. Falls er stark hechelt, wird er irgendwann froh sein, nicht durch die Wohnung zum Wasser gehen zu müssen. Wenn er nicht dort liegen will, dann ist das natürlich auch okay.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dein Hund noch fressen kann, dann gib ihm etwas, wo er lange schlecken oder kauen kann. Das reduziert Stress und ist gleichzeitig eine gute Konditionierung, dass der Reiz, den der Hund als Gefahr erachtet, doch nicht so schlimm ist. Diese Verknüpfung wird er je nach Grad der Angst nicht nach ein, zwei Wiederholungen haben, aber irgendwo muss man ja schliesslich anfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es eine Angst draussen ist, dann stelle dich vor ihn hin, mit dem Rücken zu deinem Hund. Mach dich stark für deine Fellnase und sei sein Bodyguard.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stärke sein Selbstvertrauen im Alltag. Lobe ihn wie eine grosse Party, wenn er auch nur ein bisschen seine Angst überwinden konnte oder die Situation vorbei ist. Gib ihm auch viele kleine, einfache Aufgaben, die er meistern kann im Alltag und lobe ihn ausgiebig, wenn er diese gemeistert hat. Das hilft, dass er den Mut entwickelt, selbst Situationen meistern zu können und stärkt sein Selbstvertrauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Individuelle Bachblütenmischungen (gerne kannst du dich dafür an uns wenden) oder homöopathische Mittel können deinem Hund ebenfalls eine gute Unterstützung gegen die Angst bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blickt der Angst ins Auge, nur ein kleines bisschen. Trainiere kontrolliert, kleinschrittig und kurz dosiert an der Angst deines Hundes. Dabei ist das Mass wichtig: So dass er gefordert, aber noch nicht überfordert ist.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier einige Beispiele, wenn der Hund zurückhaltend bis wenig ängstlich ist, anderenfalls begib dich bitte in professionelle Hände:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Hund ist ängstlich bei Gewitter / Geräusche wie Feuerwerk, Schüsse, etc: </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akut:</strong><br>Viele Hund sind dann gerne im Badezimmer, falls du also normalerweise die Türe zum Badzimmer geschlossen hast, verschaffe ihm Zugang und lege ein Bettchen und Wasser dort bereit. Schalte Musik an, weisses Rauschen, oder den <a href="/produkt/relaxopet-easy-tierentspannungs-trainer/">Relaxopet</a>. Schliesse die Jalousien, gib ihm etwas, wo er lange schlecken oder kauen kann, wie zum Beispiel beim <a href="/produkt/canadoo-natuerlicher-pferdehautknochen-1-2-mit-achillessehne/">Pferdehautknochen</a> oder <a href="/produkt/petsafe-gefrier-pinguin/">Gefrierpingu</a>. Setzte dich neben ihn, falls er das möchte oder ziehe ihm ein ThunderShirt an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Training im Alltag:</strong><br>Mit der Desensibilisierung beginnen, kleinschrittig. Geräusch CDs/Spotify ganz leise (so dass wir es kaum hören) laufen lassen, während dein Hund etwas ganz Tolles zu fressen / kauen / schlecken bekommt oder ihr zusammen spielt. Nach und nach langsam lauter machen. Achte dich gut auf die Körpersprache deines Hundes, er sollte sich unbedingt noch wohl und nicht überfordert fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Hund ist ängstlich bei Gegenständen:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Akut ist gleich Training:</strong><br>Zwinge deinen Hund nicht näher an das Objekt ranzugehen, als er es dir anbietet. Der Hund entscheidet das Tempo, wir das Ziel. Laufe einen Bogen darum und belohne ihn für seinen Mut mit loben, Leckerlis, oder Spiel. Gehe immer ein bisschen näher heran, entspannt und ohne Leinenzug und belohne ihn bereits für den Blick zum Objekt, sowie jeden weiteren Schritt auf das &#8222;gefährliche&#8220; Ding zu. Falls du schon sehr nahe daran vorbeigehen kannst und es nur am letzten Mumm fehlt, hilft vielen Hunden, wenn du den Gegenstand selbst berührst (würde ich beim Schafzaun nicht empfehlen haha) und mit ruhiger Stimme sprichst.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Hund ist ängstlich bei Menschen:</strong><br><br><strong>Akut ist gleich Training:</strong><br>Nichts forcieren, wenn dein Hund sich nicht annähern oder gar streicheln lassen möchte, dann ist das okay. Stell dich vor deinen Hund und beschütze ihn. Kommuniziere der Person, dass dein Hund das gerade nicht möchte. Schleppe deinen Hund auch nicht in Menschenmassen, das ist viel zu viel für ihn.<br>Suche dir Trainingspersonen/ Statisten, die eine ruhige Ausstrahlung haben und geduldig sind. Sie sollten den Hund nicht anschauen, seitlich zum Hund stehen und ganz spezielle Leckerlis haben, die sie ihm immer wieder hinwerfen können. Der Hund entscheidet auch hier wieder das Tempo. Getraut er sich das Hosenbein abzuschnüffeln, dann bitte nicht gleich versuchen zu streicheln, vergiss das kleinschrittige Training nicht vor lauter Freude über diesen Meilenstein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dein Hund ist ängstlich bei Artgenossen:</strong><br><br>Das sprengt hier leider den Rahmen, da das Thema Hund / Hund sehr komplex ist, aber so viel sei gesagt:<br><br><strong>Akut: </strong><br>Distanz ist euer bester Freund. Je mehr Distanz zu dem Artgenossen besteht, desto entspannter wird dein Hund wieder. Natürlich ist das Wie sehr entscheidend und auch, dass du lernst andere Hunde auf Distanz zu halten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche dir viel Freude und Geduld beim Umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe, Sandra</p>
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		<title>Wie ich mit 21 Jahren auf den Hund gekommen bin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra Schultheiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 07:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und so startete unser gemeinsames Abenteuer durchs Leben, ohne zu wissen, dass der Beginn von HealthyDog nicht mehr lange auf sich warten liess…</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als ich das erste Mal in ihre Augen sah, wusste ich, dass ich angekommen bin, dass wir uns gefunden haben. Ich griff zum Handy und wählte nervös die Nummer, welche weiter unten auf der Homepage zu finden war. «Hallo?», zog mich eine Stimme zurück in die Realität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Guten Abend, mein Name ist Sandra Schultheiss und ich glaube, ich habe meine Seelenverwandte gefunden», hörte ich mich sagen und schüttelte sofort den Kopf, wie absurd sich das am anderen Ende der Leitung wohl anhören muss?! Frau Schönmatter, Präsidentin der Vermittlungsorganisation, hatte eine sanfte Stimme und war über meine 21 Jahre jung ziemlich skeptisch, aber genug neugierig, um mich kennenzulernen. Als sie mir dann noch verkündete, dass die Hündin mit den rehbraunen Augen, in die ich mich soeben auf einem Foto spontan verliebt hatte, bereits vor einer Woche von Polen in die Schweiz transportiert wurde, war ich noch aufgeregter. Wir verabredeten uns für morgen Abend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ganzen Rest der Abendzeit war ich unruhig und hatte ein nervöses Kribbeln im Bauch. War es jetzt endlich soweit? Seit ich mich erinnern kann, wollte ich einen Hund an meiner Seite haben. Unzählige Diskussionen mit meinen Eltern später, musste ich mir dann irgendwann eingestehen, dass ich keine Chance hatte, sie zu überzeugen. Die Zeit war noch nicht reif…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu meinem Glück hatte aber meine Patentante immer Hunde gehabt, welche ganz in der Nähe wohnte. Ihr Umgang mit Hunden war faszinierend. Sie war konsequent, streng und dennoch so liebevoll und hatte immer eine Idee, wie sie ihre Fellnasen beschäftigen konnte. Ich durfte damals mit ihrer Familie mitgehen, als sie Caryn als Welpen besuchten, eine weisse wunderschöne Schäferhündin, welche sozusagen mein erster Betreuungshund wurde. Ich vergesse nie den kleinen gelben Farbklecks auf ihrem Nackenfell, welche alle Welpen in unterschiedlicher Farbe hatten, sodass man die kleinen, weissen Fellflauschis auseinanderhalten konnte. So wuchs ich und meine Leidenschaft für Hunde mit Caryn zusammen auf und in der fünften Klasse ging ich regelmässig mit ihr allein spazieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir liefen selbstbewusst die Strasse entlang, als würde sie uns gehören; eine etwa 1.50 Meter grosse Mittelstufen Schülerin und eine dreijährige ausgewachsene Schäferhündin. Ich muss schmunzeln, wenn ich mich daran erinnere, wie die Menschen uns ansahen. Das Funkeln in den entgegenkommenden Augen war gespalten zwischen Faszination und Wahnsinn. Caryn und ich genossen diese Ausflüge, ich kommandierte sie auf jede Mauer, jeden Baumstamm, jede Bank und war zutiefst stolz auf unsere Leistung, als sie bereitwillig meinen Kommandos folgte. Bei jeder richtigen Ausführung gab es ein Leckerli, wie wir beide es bei meiner Patentante gelernt hatten. Mit ihr an meiner Seite fühlte ich mich vollkommen, als würde sie das in mir ergänzen, was mir selbst fehlte und ich war selbstsicher, wie ich es noch nie zuvor sein durfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als meine beste Freundin und ich gerade auf einem solchen Spaziergang waren, kam ein Auto. Pflichtbewusst rief ich Caryn zurück und wir hielten sie beide, eine rechts, die andere linksstehend, am Halsband fest und plauderten fröhlich weiter. Unsere Blicke waren unbezahlbar, als das Auto an uns vorbei war. Auf der anderen Seite des Weges schnüffelte Caryn ganz gelassen an einem Baum. Mit zittrigen Händen streifte ich ihr das Halsband, welches ich die ganze Zeit ordnungsgemäss festhielt, über ihren Kopf. Das war wohl im Nachhinein betrachtet mein erstes Aha- Erlebnis für die Zukunft, wie sehr uns die Hunde in Achtsamkeit schulen. Ich könnte schwören Caryn hatte mir in diesem Moment zugezwinkert: à la «Sieh zu und lerne Mädchen.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine unruhige Nacht lag hinter mir, als ich den kommenden Tag im Tierheilpraktikerstudium verbrachte, welches nur 150 Meter von meiner damaligen Wohnung in Zürich entfernt lag. Ich hätte genauso gut zuhause bleiben können, in Gedanken war ich nur noch bei diesen rehbraunen Augen und diesen Ohren, als wäre sie die Schwester von Dumbo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun war ich endlich unterwegs zum vereinbarten Treffpunkt bei Frau Schönmatter zu Hause. Ich verspürte ein Gefühl, das mir von meinen Freundinnen schon oft beschrieben worden ist. Wie bei einem ersten Date! Nur war bei mir der Grund eine etwas felligere, vierbeinige Version. «Sollte ich mir deswegen Sorgen ma&#8230;», ein schwarzes Gittertor riss mich aus meinen Gedanken. Ich war da. Als ich schüchtern das Tor aufmachte und den mit Steinen gepflasterten Weg zu der kleinen Villa hinaufging, pochte mein Herz bis zum Hals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich klingelte und bekam ein lautes Gebell als Antwort. Die Frau mit der sanften Stimme öffnete die Tür und unverzüglich stand ich in einem Meer von Hunden. Gross, klein, weiss, schwarz, braun, gefleckt, gestromt; sie konnten unterschiedlicher nicht sein. «Zum Glück war ich kein verängstigter Postbote&#8230;», dachte ich, während ich versuchte mich durch die Tür hindurchzuschieben. Zwischen all den süssen Wirbelwinden hatte ich aber noch nicht die eine entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen gingen wir eine lange gebogene Treppe hoch und sie bot mir einen Stuhl in dem grössten Wohnzimmer, dass ich jemals zuvor gesehen hatte, an. Als wir uns hinsetzten und langsam ins Gespräch kamen, rollten sich auch all ihre Pflegehunde an diversen Plätzen ein. Erstaunlich, wie sich die einkehrende Ruhe bei uns Menschen auf die Hunde übertrug. Sie erklärte mir, dass sie jeder potenzielle Endplatz für ihre Hunde genau überprüft und die dazugehörige Person ebenfalls. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alsbald fand ich mich in einem abgeschwächten Verhör wieder, dass sich wie eine Mischform eines Bewerbungsgesprächs und einer polizeilichen Befragung anfühlte. Während ich so ehrlich und dennoch so positiv wie möglich ihre Fragen beantwortete, unterbrach mich Frau Schönmatter. Es sei zwar sehr spannend, was ich ihr da erzähle, aber es sei aus ihrer Sicht bereits entschieden. Ein dicker Kloss bildete sich in meinem Hals. War nun doch mein Alter ausschlaggebend? Mit bereits etwas feuchten Augen blickte ich zu ihr und versuchte aus ihrem Gesicht eine Antwort zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da zogen sich ihre Mundwinkel plötzlich nach oben und sie zeigte mit dem Finger neben meinen Stuhl. Und da war sie. Sie. Die rehbraunen Augen, die Riesenohren, das schwarze, wenn auch völlig zerzauste Fellkleid. Sie hatte sich in meiner Verhörzeit aus ihrem Versteck geschlichen und sich klangheimlich neben meinen Stuhl hingelegt. Mit genügend Abstand, damit sie hätte wegspringen können, wenn sie sich doch in mir getäuscht hätte, aber genug nahe, dass klar wurde – nicht nur ich habe sie gespürt. Ich war überwältigt, geehrt und die ohnehin feuchten Augen konnten das Wasser nicht mehr halten. So verlor ich meine erste persönliche Freudenträne. Auch Frau Schönmatter war sichtlich gerührt und verriet mir mit gebrochener Stimme: « Da haben sich zwei Seelen gefunden. Es gab bereits zwei Interessenten vor dir, bei welchen Jezyna aber nicht aus ihrem Versteck gekommen ist. Für keine Wurst dieser Welt.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fand meine Seelenverwandte, in einer Villa in der Nähe von Zürich, an einem Donnerstagabend im Januar. Einfach so, während ich auf einem Stuhl sass. Es war alles andere als alltäglich und dennoch so simpel. So banal und zugleich so bedeutsam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so startete unser gemeinsames Abenteuer durchs Leben, ohne zu wissen, dass der Beginn von HealthyDog nicht mehr lange auf sich warten liess…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe, Sandra</p>
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		<title>Zeitmanagement</title>
		<link>https://wp.healthydog.ch/zeitmanagement/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra Schultheiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 07:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dein Hund, Job, Hobbies, vielleicht noch Kinder, sowie alles Weitere in deinem Privatleben unter einen Hut zu bringen kann herausfordernd und manchmal auch überfordernd sein. Wie können wir da jeden Tag unserem Hund für sein ganzes Leben gerecht werden? Ihn so auszulasten, wie er es sich wünscht und braucht? Zum einen muss gesagt werden, dass [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Dein Hund, Job, Hobbies, vielleicht noch Kinder, sowie alles Weitere in deinem Privatleben unter einen Hut zu bringen kann herausfordernd und manchmal auch überfordernd sein. Wie können wir da jeden Tag unserem Hund für sein ganzes Leben gerecht werden? Ihn so auszulasten, wie er es sich wünscht und braucht?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen muss gesagt werden, dass jeder Hund individuell ist, wie wir Menschen es auch sind. Nicht jeder Hund braucht gleich viel Auslastung. Da spielt zum einen die Rasse eine Rolle, das Grundwesen, das Alter, aber auch den empfundenen Stress in Alltagssituationen, wie Hundebegegnungen, Geräusche, viele Menschen, zuhause usw. Ist dein Hund zum Beispiel draussen überfordert und reagiert ängstlich auf gewisse Aussenreize, helfen ihm kleinere Spaziergänge und danach Ruhephasen, um das ganze besser zu verarbeiten. Daher gibt es auch keine Pauschalformel, die hier nützlich wäre, sondern viel mehr ein Gefühl für deinen Hund zu haben oder zu entwickeln; wissen, wo seine Baustellen sind, ihn spüren lernen und verstehen, wie er Unter- oder Überforderung anzeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gutes Beispiel aus meinen Trainings, sind die supernervösen, teils hyperaktiven Hunde. Oft wird von den Kunden zuerst angenommen, dass die erst recht viel Auslauf brauchen, viele Ballspiele, hin und her &amp; haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie das nur 20 Minuten tun konnten. Jedoch sind das genau die Hunde, die viel mehr Ruhe brauchen. Viele Selbstkontrollübungen, Entspannungsübungen, wo sie lernen dürfen, einen Gang runterzufahren. Das Ruhen etwas Schönes ist und ihnen guttut. Die quirligen Hunde brauchen nicht mehr, sondern weniger!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Hund sollte zwischen 16-20 Stunden Ruhephasen pro 24 Stunden haben. Ganz schön viel, oder? Darf oder kann dein Hund das? Je weniger Ruhephasen, desto überreizter &amp; desto schwieriger wird es für ihn, sich auf dich zu konzentrieren oder ansprechbar zu sein. Also ein kleiner Teufelskreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zurück zu der Frage, wie können wir unseren Hunden jeden Tag gerecht werden im Alltag?</strong><br><br>Vermutlich schaffen wir das nicht jeden Tag. So, es ist gesagt. Ich möchte dir da ein bisschen Druck wegnehmen. Denn wenn du bis hierhin gelesen hast und du dir wirklich Gedanken oder Sorgen zu diesem Thema gemacht hast, bist du definitiv ein guter Hundehalter, der sicherlich nicht seinen Hund jede Woche in der Wohnung verkümmern lässt. Also, wir werden es nicht schaffen, unseren Hunden JEDERZEIT gerecht zu werden. Wir können aber unser Bestes tun, um ihnen fast immer gerecht zu werden. Und wenn ich als alleinerziehende Mutter mit Kleinkind, Hund, Katze und Selbstständigkeit das schaffe, dann du auch! Vieles ist eine Frage der Organisation, ein bisschen Management und eine Prise Kreativität. Setze dich in einer ruhigen Minute hin und überlege dir wie eure Woche generell so aussieht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wann/ Wie oft ist es schwierig alles unter einen Hut zu bringen?</li>



<li>An welchem Tag oder zu welcher Zeit kommt dieses Schuldgefühl oder der Stress in dir hoch, dass du deinem Hund gerade nicht gerecht wirst?</li>



<li>Was hast du für Ressourcen?<ul><li>Familie/Freunde/Nachbarn die regelmässig dann aushelfen können?</li></ul>
<ul class="wp-block-list">
<li>Geld, um einen guten Hundesitter oder einen Tagesplatz zu finanzieren?</li>
</ul>
</li>



<li>Andere Beschäftigungen auf trainieren wie z.B. Suchspiele während dem Homeoffice
<ul class="wp-block-list">
<li>Selbstbeschäftigungsspiele</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Folgende Selbstbeschäftigungsideen (sind verlinkt) eignen sich sehr gut, um deinen Hund auszulasten, während du Homeoffice hast oder die Wäsche zusammenlegst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="/produkt/petsafe-gefrier-pinguin/"><strong>Gefrierpingu</strong></a>, mit Joghurt, Nassfutter, Hundepaste, etc. befüllen, in den Gefrierer legen &amp; dann geben, wenn du es brauchst. Dein Hund ist lange sein Eis am Ausschlecken und kann dadurch auch allfälligen Stress reduzieren. Der Gefrierpingu ist sehr stabil. So kannst du mit gutem Gewissen in dieser Zeit auch einkaufen gehen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="/produkt/healthy-dog-wunderball-blau/"><strong>Wunderball</strong></a>, unser handgemachter Wunderball ist auch eine super Beschäftigung für deinen Hund. Allerdings solltest du ihn nicht komplett allein lassen damit, also besser geeignet während dem Kochen, Homeoffice, etc. Goodies in dem Fleece einwickeln oder einfach nur reinstecken und schon kann der Spass beginnen. Dein Liebling wird lange Freude daran haben, denn der Schwierigkeitsgrad lässt sich auch gut erhöhen von:








<ul class="wp-block-list">
<li><span style="color: var(--ast-global-color-2); background-color: var(--ast-global-color-4); font-size: 1rem;">Goodies nur in den mit Fleece gefüllten Ball stecken Goodies in dem Fleece einwickeln und in den Ball stecken</span></li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ball zuerst verstecken und mit einem Suchspiel kombinieren</li>



<li><span style="color: var(--ast-global-color-2); background-color: var(--ast-global-color-4); font-size: 1rem;">Goodies im Fleece drin verknoten und in den Ball stecken</span></li>
</ul>
</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="/produkt/healthydog-schnueffelball-bubblegum/"><strong>Schnüffelball</strong></a>, unsere handgemachten Schnüffelbälle sind auch sehr beliebt für ein Such-/Beschäftigungsspiel, funktioniert ähnlich wie der Wunderball, einfach noch ein bisschen schneller vorbereitet. Goodies reinstecken und es kann losgehen. Auch großartig nutzbar, um das Frühstück oder Abendessen so zu geben als Abwechslung und Beschäftigung.<br></li>



<li><a href="/produkt/the-odin-puzzlespielzeug/"><strong>The Odin</strong></a>, Lege die Leckerlis in die Klappen und lasse deinen Hund The Odin werfen und rollen, um Leckerlis herauszuholen. Bringe 2 oder mehrere Odin-Spielzeuge an, um das Spielzeug interaktiv zu halten und die Art und Weise zu verändern, wie dein Hund mit dem Spielzeug interagiert.<br></li>



<li><a href="/produkt/pet-future-hunde-puzzlematte/"><strong>Die Puzzlematte</strong></a>, ist eine geniale Erfindung, um das langsame Fressen zu fördern und auch eine tolle Beschäftigungsmöglichkeit. Dank den Noppen auf der Rückseite, lässt sich die Schleckmatte an beliebige Unterlagen anbringen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">So, nun hast du ein paar Ideen für die Selbstbeschäftigung. Dein Hund kann sich damit beschäftigen und ist danach zufrieden und müde, obwohl du einmal nicht spazieren gehen konntest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mache ich persönlich mehrmals die Woche, Aura liebt es und kann ihr Köpfchen ein bisschen gebrauchen. Das spart Zeit, da ich parallel etwas anderes machen kann, dass auf mich wartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein weiterer Tipp, den ich für dich habe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Konzentrationsübungen / Trainingseinheiten machen sehr müde und zufrieden. Wenn ich mal wenig Zeit habe für Aura, baue ich auf dem kürzeren Spaziergang viele Übungen mit ein, sodass sie nachher trotzdem ausgelastet ist. Zuhause dann noch ein Gefrierpingu oder ein Schnüffelball &amp; Schwups ist sie für mehrere Stunden zufrieden ruhend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als deutscher Schäferhund gehört sie eher zu der Gattung bisschen zu nervös, daher macht es sie auch sehr müde, wenn wir auf längeren Spaziergängen immer mal wieder das Tempo rausnehmen und einfach stehen bleiben. So kann ich meine Gedanken ordnen und auch einfach mal durchatmen, um wieder neue Energie zu tanken oder Levin hinterher zu springen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal in der Woche gibt es bei mir einen Ruhetag, sozusagen der kleine Sonntag für Hunde. Dabei ist es völlig egal, an welchem Tag du den kleinen Sonntag einführst. Für mich persönlich ist der echte Sonntag, ein Tag, an dem ich gut Zeit habe für einen langen Spaziergang mit Levin und Aura, daher mache ich das an einem Tag unter der Woche, wo ich echt ein wenig gestresst mit allem wäre oder wo es regnerisch ist. An diesen Tagen gehen wir 3x einfach nur kurz raus, ansonsten wird zuhause relaxt, geschmust und eben eins, zwei Selbstbeschäftigungsübungen gemacht. Und das tut den Hunden auch mal gut. Ein hoch auf den kleinen Sonntag!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also finde deinen Pain Point im Alltag und sei kreativ. Bist du knapp bei Kasse investiere in zwei, drei solcher Beschäftigungsideen und du wirst staunen, wie lange dein Hund damit beschäftigt ist. Was dir wiederum auch viel bringt, da du mit gutem Gewissen deinen anderen Verpflichtungen nachgehen kannst. Vielleicht gibt es auch einen Nachbarn der Freude an Hunden hat, aber selbst keinen haben kann. Oder eine Hundefreundin, wo ihr jeweils einen Tag gegenseitig euch abnehmen könnt. Vergiss die Ruhezeiten nicht… Vielleicht musst du nur die Tagesstruktur verändern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche dir viel Spass beim Umsetzen, sodass du in Zukunft ohne Schuldgefühle deine Woche mit allem meistern und vor allem geniessen kannst!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe, Sandra</p>
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		<title>Grenzen setzen = Gewalt am Hund?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra Schultheiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 07:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr kontrovers wird dieses Thema diskutiert und noch viel lieber zeigt man mit dem Finger auf andere Hundehalter oder Hundetrainer und macht sie und ihre Methodik schlecht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wp.healthydog.ch/grenzen-setzen-gewalt-am-hund/">Grenzen setzen = Gewalt am Hund?</a> erschien zuerst auf <a href="https://wp.healthydog.ch">HealthyDog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sehr kontrovers wird das Thema &#8222;Grenzen setzen beim Hund&#8220; diskutiert und noch viel lieber zeigt man mit dem Finger auf andere Hundehalter oder Hundetrainer und macht sie und ihre Methodik schlecht. Wenn man sensibel und noch in diesem Bereich arbeitet, ist das manchmal schon ein bisschen frustrierend. Doch ich habe keine Lust mehr, aufzupassen, was die Öffentlichkeit sehen kann oder darf. Noch möchte ich mich, mein Geschäft oder gar meine Methodik verstecken müssen. Denn sie ist fair, liebevoll und ergibt mit gesundem Menschenverstanden Sinn. Da dieses Thema mir schon lange auf der Seele brennt, ist dieser Blogbeitrag bestimmt emotionaler als üblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorneweg:</strong> Man kann auch nett die Führung übernehmen und Grenzen setzen. Ich leite an. Nicht autoritär, sondern autoritativ. Ich setze Grenzen &amp; bestehe auf diese &#8211; liebevoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich liebevoll, wieso auch nicht? Ich füge dem Hund niemals Schmerzen zu oder arbeite im Angstbereich. Es geht auch anders und ist somit vollkommen unnötig. Mein Hund vertraut mir. Wir lieben uns. Wir sind ein Team, eine Familie. Miteinander und nicht gegeneinander, zumindest fast immer. Wir haben eine starke Bindung, weil sie auf Sicherheit, Respekt, Liebe und positives Training aufgebaut ist. Daher hat Aura auch absolut keinen Grund vor mir Angst zu haben. Denn sie hat bei mir keine negativen Erfahrungen gemacht, die ihr gegenüber unfair gewesen wären, noch je gewaltbereit waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einer Weile postete ich ein Video in der Story auf Instagram von Aura und mir. Folgende Szene war darin zu sehen: Auf der anderen Seite der Strasse war eine Katze aufgetaucht. Aura zog wie wild zu ihr hin und ich angelte mich an der Leine näher zu Aura ran. So konnte ich mich vor sie stellen, ohne sie an der Leine zurückzuziehen. Jetzt war ich zwischen Aura und der Katze. So sagte ich zu Aura &#8222;Sitz&#8220;, was verbal dann belohnt wurde von mir. Danach gingen wir weiter und ich lobte fürs Mitkommen. Viele fanden dieses Video super, doch eine junge Hundeschule war empört: Wie konntest du das nur deinem Hund antun? Deine Methodik ist gewalttätig! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich würde gerne zurückfragen: Warum muss alles schwarz oder weiss sein? Entweder steht man auf der guten Seite und arbeitet ausschliesslich positiv. Oder man ist direkt böse, gewalttätig und aggressiv, wenn man eine Grenze setzt? Weshalb diese Verurteilung so schnell? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was Erziehung bedeutet</strong><br>Es geht doch grundlegend mal ums Erziehen. Dass man ein schönes Zusammenleben haben darf und dieses auch in Sicherheit geniessen kann, sodass es auch langlebig ist. Für den Hund aber auch für den Menschen. Was bedeutet also erziehen? Das Kind oder den Hund an die Hand nehmen; mit viel Liebe, Geduld, Zeit, aber auch Konsequenz. Schon beim Wort Konsequenz wird heute gleich leer geschluckt, weil es mit Strenge verknüpft wird und streng ist doch böse. Konsequent zu sein, bedeutet aber lediglich, dass es IMMER diese oder jene (sinnvolle) Regel gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Regeln</strong><br>Jeder Hundehalter darf seine eigenen Regeln festlegen. Meine persönlichen Regeln haben eigentlich alle mit Sicherheit zu tun. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Beispielsweise möchte ich nicht, dass Aura Katzen nachrennt. Es ist gefährlich für die arme Katze, ebenso für Aura wegen möglichen Autos, genauso wie für Autofahrer, usw. </li>



<li>Zudem möchte ich nicht, dass mein Hund hochspringt. Das kann üble Kratzer geben, wütende Nichthundehalter, verletzte Kinder usw. </li>



<li>Ich möchte ebenfalls nicht, dass mein Hund an der Leine zieht. Denn dadurch kann sie früher oder später körperliche Schäden davontragen. Die Anspannung der Leine kann sich auch negativ auf ihre Psyche übertragen. Andere Hunde können deswegen auch eher auf sie reagieren, was sie wiederum dann auch unsicherer macht. Spätestens im Winter könnte es auch für mich zunehmend gefährlich werden, mich zu verletzen, weil mein Hund mich Querbeet zieht.</li>



<li>Ich möchte, dass Aura, wenn Levin isst, auf ihrem Bettchen liegt, sodass es keine Missverständnisse, Konfliktpotenzial oder Stress geben kann. </li>



<li>Ausserdem sollte Aura ihre Ruhephasen bekommen und entspannt liegen bleiben, auch wenn wir uns in der Wohnung bewegen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Sie darf aufs Sofa, sie darf aufs Bett kommen zu uns, sie darf sonst so ziemlich alles, was mir gerade in den Sinn kommt. Aura ist ein vollwertiges Mitglied in unserer liebevollen Familie. Aber wir haben ein paar Regeln, die ICH entscheide FÜR die 2 Kleinen, Levin &amp; Aura. Stichwort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Situative Dominanz</strong><br>Wenn mein Kleinkind auf die Strasse rennen wollen würde, um mal ein menschenbezogenes Beispiel zu nennen. Soll ich dann auch ausschliesslich über positive Verstärkung gehen? Zum Verständnis: positive Verstärkung bedeutet etwas Angenehmes hinzufügen, um ein Verhalten zu verstärken, sodass das Verhalten öfters gezeigt wird. Also erst wenn er sich von der Strasse wegorientiert, loben und hier ein Keks für dich? Da werde ich mich auch vorher schützend dazwischen stellen – liebevoll und emotionslos, aber bestimmt – damit er es als Grenze versteht. Das mache ich FÜR und nicht gegen ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin dabei weder böse noch genervt. Ich möchte ihn aber beschützen vor Dingen, die er noch nicht in ihrer vollen Konsequenz einschätzen kann. So stelle ich mich instinktiv vor ihn hin, zwischen die Gefahr und mein Kind. Beim Hund verhält sich das Ganze genauso.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Katze 3 Meter vor uns plötzlich auftaucht, dann interessiert sich mein Hund nicht mehr für Futter – deiner schon? Vermutlich eher nicht, da das Abbruchsignal noch zu wenig gut auf trainiert ist bei einem so starken Reiz mit so wenig Distanz. Und ist dein Hund währenddessen dann ohne Leinendruck? Steht gemütlich da? Klar, es gibt Hunde, welche keinerlei Interesse an Katzen haben. Meine erste Hündin Jeschina war so. Ganz ohne Training, das war einfach ihr Charakter und wurde mir sozusagen geschenkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seien wir ehrlich: Die meisten haben sehr wohl draussen Interesse an Katzen, sogar jene, die selbst zuhause eine Katze als Mitbewohner haben. Dann kann ich noch lange da stehen bis sich der Hund zu mir umorientiert. Die meisten Hunde steigern sich dann erst recht rein, da offensichtlich eine günstige Situation für sie herrscht und lehnen oder gar springen dann von Herzen gerne in die Leine, nur um ein kleines Stückchen dem Objekt der Begierde näher zu kommen. Teils auch mit Lautäusserungen, wie winseln, quietschen oder bellen. Dabei bitte nicht unterschätzen oder vergessen: Wir sind hier mittendrin in der Jagdkette. Bedeutet: Adrenalin und Endorphin Ausschüttung im Körper, auch ohne erfolgreiche Beendigung der Jagd und somit ein selbstbelohnendes Verhalten! Das lohnt sich also vollkommen dieses fixieren und ziehen, obwohl der Hund die Katze nicht erreichen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bin gespannt, wie man das in der Akutsituation rein positiv auflöst? Weitergehend und den Hund ziehend (da eben nicht mehr ansprechbar über Futter und freiwillig kommt er sicher nicht einfach so mit) bedeutet in der Lerntheorie ja auch positive Strafe da etwas Unangenehmes hinzugefügt wird (hier noch mehr Zug und Druck). Stehen bleiben, bis Katze wegrennt? Ja dann ruf mal deinen Chef an und sag ihm du kommst ein bisschen später. Je nach Katze, Hund und weiteren Umwelteinflüssen, nicht zu vergessen, dass der Hund nach wie vor in der Leine hängt. Irgendwie unbefriedigend, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was machen die Hundetrainer, welche rein positiv arbeiten möchten und welche niemals, ohne dass der Hund das auch wirklich will, Führung übernehmen? Das würde mich brennend interessieren, was sie in einer solchen Akutsituation ihren Kunden empfehlen zu tun. Antworten kommen dann wie: Du darfst dich halt nicht in diese Situation begeben, bis dein Hund das kann. Aha klar, aber was, wenn dann halt eben doch der Abendspaziergang mit der Katze kollidiert? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Anspruch an mich selbst ist es, meine Kunden so an die Hand zu nehmen und mit genügend Werkzeugen auszustatten, dass sie ihren Hund sicher in JEDER Situation führen können in ihrem Alltag. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abbruchsignal</strong><br>Natürlich trainiere ich das Abbruchsignal, welches mir in dieser Situation genau helfen könnte, rein positiv und ohne Druck auf. Also ein Signal, dass die Umorientierung des Hundes auf mich bewirkt. Aber das trainiere ich ja zu Beginn bitte nicht, wenn die Katze uns zuwinken kann. Denn dann sind wir schon zu nahe und es ist zu schwierig. Wir steigern langsam den Schwierigkeitsgrad BIS der Hund es dann so nahe kann. Das wird dann eine Party geben – für dich und deinen Hund, weil das echt ein grosser Meilenstein sein wird!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Training des Abbruchsignals bei einem so starken Reiz wie Katze ist dabei nicht nebensächlich. Das ist aber erstens eine Fleissarbeit und zweitens einfach auch etwas das Zeit braucht. Ich möchte aber, dass ihr genau wisst, was zu tun ist, wenn eine Akutsituation auftaucht, bei dem der Hund noch nicht über das Abbruchsignal abzuholen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weshalb sollte ich etwas über Negative Verstärkung oder Positive Strafe aufbauen, wenn es doch viel besser und zudem viel angenehmer für meinen Hund mit positiver Bestärkung geht? Denn dann kooperiert mein Hund gerne, weil er Spass an der Arbeit mit mir hat. Er kann sein Selbstvertrauen steigern und zeigt so Gelerntes gerne, da es sich für ihn gelohnt hat. Also: Absoluter Blödsinn beim etwas Neues erlernen auf der Dark Side des Hundetrainings zu stehen und so dem Hund etwas beibringen zu wollen. Aber wie gesagt, gewisse Dinge muss man ja zuerst auf trainieren, bevor der Hund es KANN. Nur gibt es immer wieder Situationen im Alltag wo ich als Hundetrainerin mich verpflichtet fühle meinen lieben Kunden zu zeigen, was macht ihr denn, wenn die Akutsituation da ist, und ihr einfach mal kurz auf die Theorie verzichten müsst, weil es sonst gefährlich werden kann?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stelle mich also ruhig und emotionslos dazwischen &amp; beanspruche meinen Hund mit meinem Körper einen Schritt retour zu gehen, obwohl sie gerade etwas anderes machen möchte. Weil:<br><br>a.) mehr Distanz zur Katze und Strasse<br>b.) kann ich sie für ein, zwei Sekunden aus dem Tunnelblick lösen<br>c.) dieser absolut kontraproduktiven Leinenzug ist damit behoben, wodurch sie eher entspannen und dadurch wieder schneller ansprechbar sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So verschwindet dieser Leinendruck, der, um es nochmals zu betonen, das Allerschlimmste an der Situation ist. Auch der Zustand, dass dein Hund fast implodiert vor lauter Körperspannung und daher auch nicht ansprechbar sein kann und wird. Und dieser Leinendruck verschwindet, ohne dass ich noch mehr Leinendruck kreiert habe, weil ich einfach zurückzog. Weshalb das angenehmer sein soll, versteh ich so gar nicht. Auch ohne, dass wir 10 Minuten dort in dieser Spannung verharrt haben oder mit schlechter Körperhaltung und Druck auf ihren Hals. Und wir sind sofort ein bisschen entspannter. Sie kann wieder ein bisschen in sich selbst ankommen, ist ansprechbar – ich übernehme jetzt. Dann gehen wir ruhig weiter und es gibt nach ein paar Schritten ganz viel Lob und auch ein Goodie fürs Kooperieren – selbstverständlich! Ich bin ja kein Unmensch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Unmensch… Ist das jetzt tatsächlich eine aggressive Vorgehensweise von mir?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielen Dank fürs lesen. In der <a href="/onlinekurse/">HealthyDog Community</a> kannst du dich bald darüber austauschen und vieles mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Liebe, Sandra</p>
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